Aktuelles

Hier möchten wir Sie gerne an den Geschehnissen in und um den Lernort Historischer Wohnraum auf dem Laufenden halten. Haben Sie bereits eigene Erfahrungen mit dem Museum gesammelt? Dann schreiben Sie doch einen Gästebucheintrag! Der Verein freut sich über Ihre Geschichten! 


Backesdörferfest 2019– Station Lernort Historischer Wohnraum in Bilkheim

Unser Verein zur „Förderung der Denkmalpflege und des Dorfcharakters in der Gemeinde

56414 Bilkheim, Westerwaldkreis e.V. “ öffnete pünktlich um 10 Uhr morgens die Tür zu unserem Museum und schon bald trafen die ersten Besucher ein. Im Dorfgemeinschaftshaus hatte eine gute Seele schon Kaffee gekocht. Außerdem eröffnete dort die Ausstellung: „Wie die Elektrizität unser Leben verönderte“, präsentiert von Frank Sielaff. Er zeigte den Besuchern seine mit viel Herzblut und Wissen zusammengestellten Exponate. Mit Schmunzeln und einigen „Aha-Effekten“ erfuhr  man zum Beispiel, warum man früher „das Licht andrehte“ und der „Lichtmann“ kam, um den Zählerstand abzulesen. Man lernte stoffummantelte Kabel kennen und staunte über die ersten Toaster, die es mit 100 und 220 Volt gab. Auch die ersten Stromzähler, die mit Quecksilber funktionierten, waren zu sehen und wurden von Frank ausführlich erklärt.

 

Die Ausstellung war eine gelungene Ergänzung zu den Führungen durch unser Museumshaus, die wie üblich den ganzen Tag angeboten wurden. Trotz des „nicht so idealen“ Wetters fanden doch etliche Besucher den Weg zu uns nach Bilkheim. (14.10.2019)


Spende an das Hospiz Hadamar

Mehr als 120 Besucher kamen am 25. Februar vergangenen Jahres im Bürgerhaus Bilkheim zusammen, um an einem Bildernachmittag eine kleine Reise in die Vergangenheit zu erleben. 

Insgesamt kamen Spenden von 300€ zusammen. Mit diesem Betrag hat der Denkmalpflegeverein Bilkheim einen sogenannten „Ritualwagen“ erworben und mit diversen Utensilien bestückt. Dieser wurde anschließend an das Hospiz ANAVENA in Hadamar übergeben. (02.06.2019)


Besuch des Kindergartens Berod

Am 23.05.2019 erhielten wir Besuch von der Abschlussgruppe des Kindergartens aus Berod. Vier Buben und fünf Mädchen kamen mit zwei Erzieherinnen und ganz gespannt am Morgen an. Nach der Begrüßung und dem gegenseitigen Kennenlernen ging es mit einer Gruppe, den Mädchen, ins Haus. Scheu und erstaunt schauten sie sich in der guten Stube um. Viel Unbekanntes gab es zu sehen, den Kochherd mit dem Schiffchen, das Butterfass und die Milchzentrifuge, die man, mit der Milchschale obendrauf, leicht mit einer Zuckerwattemaschine verwechseln konnte. Nachdem die abenteuerliche Treppe erstiegen war, staunten sie über das Waschlavoir im Schlafzimmer und auch die Räucherkammer wurde entdeckt. Währenddessen erkundeten die Buben den dorfeigenen Spielplatz. Nun wechselten die Gruppen und neben dem Erstaunen über so viel „Neues“ im Haus, das in Wirklichkeit ja alt und nur unbekannt war, vermissten die Kinder auch einiges, es gab kein Bad, keine Dusche, kein Kinderzimmer und noch nicht einmal einen Fernsehapparat. Anschließend trafen sich alle in der guten Stube, in der jetzt der Kochherd angeheizt war. Mit dem alten Kaffeeröster wurde für die Kinder Popcorn gemacht. Danach ging es in den Keller, wo sie mit dem Gebrauch der alten Löscheimer vertraut gemacht wurden. Das Erlernte wurde sogleich am Brunnen ausprobiert, die Buben und Mädchen bildeten ein Kette und „löschten“ mit ihren kleinen Spielzeugeimern ein „Feuer“ auf dem Brunnenschacht. Inzwischen war unsere Marianne Haas in der alten Westerwälder Tracht erschienen und es wurden wunderschöne Erinnerungsbilder gemacht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen übernahm die Freiwillige Feuerwehr die Gruppe, um den Buben und Mädchen noch das Feuerwehrauto zu zeigen.


Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

Der von der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ und dem „Zentralverband des Deutschen Handwerkes“ gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern an private Eigentümer verliehen, die bei der Bewahrung ihres Baudenkmals in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk Herausragendes geleistet haben.

Am 20. Dezember 2018 wurden 6 Denkmaleigentümer und 41 Handwerker aus Rheinland-Pfalz im Festsaal der Staatskanzlei in Mainz ausgezeichnet. Die Festrede hielt Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die auch gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer und Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Preisverleihung vornahm.

Unser Museum „Lernort Historischer Wohnraum“ wurde dabei mit dem „Wolfgang und Ursula Engelbarts-Förderpreis für besondere Restaurierungsleistungen an denkmalgeschützten Objekten“ für „vorbildliches, bürgerschaftliches Engagement bei der Weitergabe von traditionellen Lebenswelten“ ausgezeichnet. In der Begründung hieß es unter anderem wörtlich: Herbert Mai hat den langsamen Verfall des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Wohnhauses, dem letzten Fachwerkbau eines ursprünglichen Ensembles im Ortskern seiner Heimat Bilkheim, nicht hinnehmen wollen. Er kaufte das Denkmal und setzte es in enger Absprache mit einem Architekten und dem Denkmalamt und unter Hinzuziehung erfahrener und hochkarätiger Handwerksbetriebe instand.

 

Die an der Restaurierung unseres Museums beteiligten Handwerksbetriebe, die Firma Denk AF Mal, Alexander Fenske, Bad Marienberg, Fachbetrieb für Restaurierung und Altbausanierung, die Firma Qubicus, Herr Zimmermeister und Staatlich geprüfter Techniker in der Denkmalpflege Mathias Gläser aus Härtlingen und Christof und Frank Horz von der Horz GmbH, Restaurator und Meisterbetrieb im Malerhandwerk aus Mähren, wurden mit Ehrenurkunden ausgezeichnet. Frank Sprenger vom Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein moderierte die Preisverleihung. Zum Abschluß der Veranstaltung hob der Präsident der Handwerkskammer Koblenz, Kurt Krautscheid, noch einmal die Bedeutung der 41 ausgezeichneten Betriebe als Crème de la Crème der Handwerker hervor. Weitere Informationen finden Sie hier. (05.01.2019)


Schüler der Realschule plus aus Salz zu Besuch

Am 20. Juni 2018 besuchten 21 Schüler der 7. Jahrgangsstufe und zwei Lehrerinnen der Realschule plus in

Salz unser Museum.

Die sehr interessierten Mädchen und Jungen wurden in drei Gruppen aufgeteilt und durch das Haus geführt. Auf den vier Etagen, vom Keller bis zum Speicher, steckte in dem „Alten“ viel „Neues“ für sie. Sie erfuhren wie man früher, ganz ohne Kapseln oder Pads, dafür aber mit Gerstenkörnern, Kaffee kochte, die Butter selbst herstellte, ohne Dusche, Strom und andere Annehmlichkeiten überleben konnte. Auch die Enge des Hauses und damit des Zusammenlebens beeindruckte sie tief. Erstaunt waren sie über die vielen Schichten der Wandverzierung, dass die Bewohner zu allen Zeiten versuchten, sich wohnlich einzurichten.

Es war uns eine Freude, diesen aufgeschlossenen Schülern das Museum nahe zu bringen! (22.06.2018)


Erster Bildernachmittag in Bilkheim

Mehr als 120 alteingesessene Bilkheimer, aber auch frisch zugezogene und ehemalige Bürger unseres kleinen Ortes besuchten das als Pilotprojekt gestartete Event im Bürgerhaus, bei dem ca. 300 alte Bilder aus vergangenen Jahrzehnten auf Leinwand gezeigt wurden.  Viele Besucher erkannten sich, ihre Nachbarn und Freunde auf den größtenteils noch schwarz/weißen Fotos wieder, die aus diversen Familien-Fotobüchern gesammelt wurden. 

So entstanden rege Diskussionen und lebhafte Unterhaltungen über z.B. alte Klassen- und Mannschaftsfotos oder Bilder von Bilkheimer Gebäuden aus alter Zeit, die von großen Veränderungen im Ort zeugten. Bei Kaffee und Kuchen erlebten alle Anwesenden eine kleine, zweistündige Reise in die Vergangenheit. 

Nach dem letzten Foto konnte jeder eine DVD mit den Gezeigten und 700 weiteren Bildern mit nach Hause nehmen. Viele weitere Personen kamen auf die Vereinsmitglieder zu, um auch ihre alten Bilder unter den Dorfmitgliedern zu verteilen, sodass bereits jetzt genug Bildmaterial für eine zweite DVD zusammengetragen werden konnte.

 

Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Dorfcharakters e.V. bedankt sich bei allen, die ihre Bilder zur Verfügung gestellt und die uns bei der Vorbereitung und Durchführung dieses erfolgreichen Nachmittags unterstützt haben. (05.03.2018)


Wir wünschen Frohe Weihnachten!
Am 2. Dezember 2017 fand in Bilkheim rund um das Bürgerhaus St. Barbara wieder der beliebte Weihnachtstreff statt. Der Musikverein Weltersburg spielte weihnachtliche Lieder, es fand ein Sägewettbewerb statt, selbst gemachte Köstlichkeiten und selbst Gebasteltes fanden reißenden Absatz. Die Kinder konnten sich Stockbrot backen und wir vom Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Dorfcharakters zeigten in der "Guten Stube" unseres Hauses, wie man früher Weihnachten feierte. Sehr viele Besucher ließen sich das "Nissebaamsche" und die Krippe zeigen. Wie man früher Gerstenkaffee herstellte und wie "gut" er schmeckte, war für etliche Besucher eine neue Erfahrung aber für einige auch eine Erinnerung an Jugendzeiten.
Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu, wir wünschen Ihnen: "Haalt schiene Chresdoch und kommt gout in´t neije Joahr." (23.12.2017)

Die erste Hochzeit im Museum Lernort historischer Wohnraum war ein voller Erfolg!
Am Freitag, dem 07.07.2017 fand die erste standesamtliche Hochzeit im Bilkheimer Museum statt. Das schöne Wetter und eine tolle Zeremonie machten diesen Tag für das Hochzeits-paar zu einem Unvergesslichen, der auf vielen besonderen Fotos festgehalten wurde. (12.07.2017)

Besuch der Klasse 6g der Schönstätter Marienschule aus Vallendar am Donnerstag, 1. Juni 2017
18 Mädchen, eine Lehrerin und ein Lehrer hatten in der Nacht vorher in Molsberg gezeltet und machten eine Wanderung zu unserem Museum. Es war heiß und sie kamen dementsprechend erschöpft an. Aber schon nach einer kurzen Pause im Schatten auf der großen Bank vor dem Museum, waren sie voller Neugierde und Tatendrang. Es wurden zwei Gruppen gebildet und schon ging es los. Im Haus hatten wir den Herd angezündet und in der schön warmen guten Stube gab es viel zu entdecken. "Ist das eine Zuckerwattemaschine?", fragte eine Schülerin und alle waren ganz erstaunt, dass es sich in Wirklichkeit um eine Milchzentrifuge handelte. Die jungen Leute kamen aus dem Staunen nicht mehr raus, was man früher alles so im Haushalt brauchte. Im Obergeschoss fand der Spruch an der Wand selbstverständlich eine große Aufmerksamkeit, aber auch das obligatorische "Töpfchen" war ein Ausgangspunkt für viele Informationen und neue Erkenntnisse. Im ganzen Haus kein Wasser, keine Toilette, kein Strom, da war das Leben schwer vorstellbar. "Und wo ist das Kinderzimmer?", auch die Antwort auf diese Frage brachte die jungen Leute zum Staunen. Als die Pädagogen dann noch Parallelen zur heutigen Zeit aufzeigten und erklärten, dass auch heute noch viele Kinder in ähnlichen Verhältnissen leben und dass wir hier ein sehr privilegiertes Leben haben, wurden doch alle sehr nachdenklich.

 

Anschließend stärkten sich die Schüler und Lehrer, um dann wieder zurück nach Molsberg zu wandern, mit vielen neuen Erkenntnissen und Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. (09.06.2017)

 

 

Nun auch von außen sichtbar und gut zu erkennen! 

Offizielle Außenstelle des Standesamtes Wallmerod

(05.05.2017)

 

Siehe auch: Heiraten "wie anno dazumal" (ein Bericht von www.ww-kurier.de  - 11.05.2017) 


Eine Hochzeit wie in früheren Zeiten? In unserem Museum schon bald möglich! (02.03.2017) 

Nun ist es soweit! Der Verein hatte über das Thema gesprochen, dass der LHW eine ideale Location für die Austragung von Standesamtlichen Hochzeiten wäre. Nach einigen Gesprächen mit den Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Wallmerod ist es nun entschieden. Zu festen Terminen dient das Museum nicht nur zum Lernen, sondern auch als Außenstelle des Standesamtes für Ihre Hochzeit! 

Weitere Infos finden Sie unter dem Thema "Hochzeiten"! 


2016 - Ein durchaus erfolgreiches Jahr für den Lernort Historischer Wohnraum (05.01.2017) 

2016 gab es viele Aktivitäten und Veranstaltungen in unserem Museum. Nach der Eröffnung im April war das Museum am Backesfest, dem Backesdörferfest und am Tag des Denkmals geöffnet. Durch ein unerwartet hohes Interesse an der Kirmes, entschloss man sich außerdem für eine außerplanmäßige Öffnung und einige Führungen für die Interessierten. An allen Tagen war der Besucherandrang groß. 

Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Dorfcharakters Bilkheim e.V. bedankt sich bei allen Besuchern und Interessenten und wünscht Ihnen und Ihren Liebsten alles Gute für das Jahr 2017! 


Die Eröffnungsfeier - Startschuss für die Vergangenheit (26.04.2016)

"Heute ist ein Glückstag für Bilkheim", erklärt der Ortsbürgermeister von Bilkheim, Michael Beker. Denn am 24.04.2016 war es dann endlich so weit. Nach vier Jahren Arbeit konnte das Museum Lernort Historischer Wohnraum eröffnet werden. Viele Gäste kamen, um die feierliche Einweihung bei Unterhaltungsprogramm und interessanten Reden des Architekten, der Restauratoren und des Bauherren zu begleiten. Zum Abschluss segneten Pastoralreferent Gunnar Bach und Pfarrerin Heike Meissner das Fachwerkhaus aus dem Jahre 1684. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch spannende Führungen für die vielen interessierten Gäste, durchgeführt vom Architekten André Kramm, der die Restauration als ein von der "Fläche her kleines, aber von der Bedeutung her großes Projekt" beschreibt. Der Bauherr Herbert Mai bedankte sich in seiner Rede bei allen Beteiligten, Helfern und unterstützenden Organisationen. 

Einen ausführlichen Bericht der Rhein-Zeitung zur Einweihungsfeier finden Sie hier.